Haltung
Der verschlüsselte Sync
Wie kommt deine KI auf alle deine Geräte, ohne dass sie bei uns lesbar vorbei kommt?
Etwas Interessantes passiert, wenn deine KI nur auf deinem Gerät liegt: Sie liegt nur auf deinem einen Gerät.
Was das bedeutet? Angenommen du hast heute Nachmittag mit deiner lokalen KI an einem Konzept gearbeitet. Deine KI kennt das Projekt, die Hintergründe und alle drei Versuche, die nicht funktioniert haben. Dann, abends in der Bahn, ist sie plötzlich da: Die Idee, die dir heute Nachmittag gefehlt hat. ownAI läuft auch auf deinem Handy, doch die KI darauf weiß von nichts. Wie auch, anders als bei vielen Anbietern liegen die Daten nicht in einer Cloud. Und die KI, die alles weiß, liegt auf dem Schreibtisch auf deinem zugeklappten Laptop.
Verschlüsselt ist nicht gleich verschlüsselt
Eine einfache Lösung wäre, einfach alles in die Cloud zu legen. So wie es fast alle Anbieter tun. Das bedeutet aber auch: Alles, was du deiner KI anvertraust, kann von deinem Anbieter gelesen werden. In vielen Fällen wird er das auch tun. Deine privaten Gedanken oder Ideen sind nicht mehr privat, sobald du einen KI-Anbieter in der Cloud verwendest. Und außerdem: Firmen werden verkauft, Behörden stellen Anfragen, in Server wird eingebrochen, Mitarbeitende werden neugierig.
Einige Anbieter schreiben, dass deine Daten verschlüsselt seien. Fast immer heißt das: verschlüsselt auf dem Weg zwischen deinem Computer und dem Server und bestenfalls noch verschlüsselt auf dessen Festplatte – aber mit einem Schlüssel, den der Anbieter selbst hat. Dadurch kann er deine Daten natürlich auch lesen.
Die entscheidende Frage ist daher nicht nur, ob es eine Verschlüsselung gibt. Sondern vielmehr: Wer hat den Schlüssel?
Für ownAI gibt es auf diese Frage nur eine Antwort: Du. Und niemals wir. Das garantiert, dass wir nicht einmal die Möglichkeit haben, deine Daten zu lesen.
Wie Sync funktioniert
Wenn du den Sync in ownAI einrichtest, erzeugt dein Gerät einen zufälligen Schlüssel. Mit diesem Schlüssel werden alle Daten verschlüsselt, bevor sie dein Gerät verlassen: Alle Nachrichten, alle Gedächtniseinträge und alle Dateien.
Deine anderen Geräte benötigen nun denselben Schlüssel, um die Daten wieder zu entschlüsseln. Doch der Schlüssel reist nicht unverschlüsselt. Stattdessen wird er in deine Passphrase eingeschlossen, bestehend aus zehn zufälligen Wörtern, die nur du kennst. Dieses verschlossene Päckchen wird auf unseren Server übertragen, aber da wir deine Passphrase nicht kennen, können wir es nicht öffnen. Sobald du den Sync auf deinem anderen Gerät einrichtest, holt es das Päckchen ab, du gibst deine Passphrase ein, und erst dort können die Daten entschlüsselt werden.
Die Verschlüsselung ist nicht selbstgestrickt, sondern basiert auf erprobten und öffentlich geprüften Verfahren. Alle technischen Details finden sich in unserer Methodik und lassen sich direkt im Code nachprüfen.
Was Sync nicht schützt
Sync ist gebaut, um die Übertragung zwischen deinen Geräten zu schützen. Die Übertragung zu Sprachmodellen ist davon unabhängig. Wenn du also ein Sprachmodell nutzt, das nicht auf deinem Gerät läuft, dann werden die Daten dorthin übertragen. Der Anbieter des Modells kann die Daten lesen. Genau deswegen gibt es in ownAI die Möglichkeit, Sprachmodelle lokal auf deinem Gerät laufen zu lassen. So bleiben deine Daten immer bei dir und werden nicht an Dritte weitergegeben.
Sync und: Deine KI kommt mit
Mit dem Sync in ownAI ist deine private und lokale KI auf all deinen Geräten verfügbar. Auf dem Handy in der Bahn ist jetzt zugänglich, woran du am Nachmittag auf dem Laptop gearbeitet hast. Was du auf einem Gerät eintippst, erscheint Sekunden später auch auf dem anderen. Und wenn du in der Bahn offline bist, kannst du einfach weiterarbeiten. Sobald wieder eine Verbindung besteht, gleichen sich deine Geräte automatisch ab.
„Die KI, die dir gehört“, so steht es in unserem Manifest. Das wäre ein leeres Versprechen, wenn wir alles mitlesen könnten. Deshalb verschlüsselt ownAI Ende-zu-Ende in der App und nicht auf unserem Server. Der Code der App ist offen und alles in diesem Text lässt sich dort nachprüfen.
ownAI selbst ist kostenlos. Da wir zur Übertragung der verschlüsselten Daten Serverkapazität benötigen, ist der Sync ein kostenpflichtiger Dienst. Wer ihn nutzt, unterstützt die Entwicklung von ownAI und hilft uns, die Serverkosten zu decken. Sync kannst du 30 Tage kostenlos testen: ownAI herunterladen, im Menü Sync einrichten, deine Passphrase aufschreiben. Und: Deine KI kommt mit.
Text lizenziert unter CC BY-SA 4.0.